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| | Gelenkschere | | |
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| | Rekonstruktion
einer wikingerzeitlichen Gelenkschere nach Vorlage von Funden
aus Haithabu, gefertigt von einem leider namentlich
unbekannten Schmied. | | |
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| | Man
sieht sie bei Darstellern der Wikingerzeit zwar inzwischen hin und
wieder mal, aber immer noch seltener als die wenigen bekannten Funde.
Funde unter anderem aus Haithabu und Birka belegen, dass es
Gelenkscheren auch schon bei den Skandinaviern des 9. bis 11.
Jahrhunderts gegeben hat. Dennoch sind sie in Publikationen den
Bügelscheren zahlenmäßig zumeist unterlegen. Das gilt nicht nur für
ihre Zahl insgesamt, sondern auch innerhalb der Fundplätze. Ein
Faktor der zusätzlich zu dieser niedrigeren Zahl beigetragen haben
könnte, ist ihr immer noch aktuelles Design. Denn stammen diese Scheren
nicht aus geschlossen Befunden, wie zum Beispiel Gräbern, ist die
Gefahr groß, dass sie einfach als neuzeitlich oder hochmittelalterlich
abgetan werden können und deshalb erst gar nicht als wikingerzeitlich
auftauchen.
In der Handhabung sind diese Scheren den
Bügelscheren allerdings haushoch überlegen. Zum einen lassen sich
Gelenkscheren bequemer (was zugegeben eine Geschmacksfrage ist) und
genauer führen, und zum anderen ist bei ihnen die Gefahr geringer, dass
sich die Schneiden seitlich beim Schneiden auseinander bewegen, wenn
das Schneidmaterial mal etwas widerspenstiger ist. - Es geht eben nicht
über eine vernünftige Schere. Das hat auch eins unserer Mitglieder
gelernt. Und weil diese Schere wirklich die beste ist, die er besitzt,
werden damit nicht nur die Stoffe und Leder zugeschnitten, sondern auch
der Bart lässt sich damit schonmal bequem zusammen mit dem Dreilagenkamm stutzen.
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| | Wikingerzeitliche
Gelenksschere aus Birka. (Gleichzeitig Link
zum
Datenblatt) © Statens Historiska Museum, Stockholm | | |
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| | Wikingerzeitliche
Gelenksschere aus Kvalsta, Västmanland. (Gleichzeitig Link
zum
Datenblatt) © Statens Historiska Museum, Stockholm. | | |
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| | Literaturnachweis: | | |
| | P. Westphalen,
Die Eisenfunde von Haithabu. Die Ausgrabungen in Haithabu, Band 10
(Neumünster 2002). | | |
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